Drehvorrichtung zum abdrehen der RadsÀtze

Drehvorrichtung zum abdrehen der RadsÀtze

Beitragvon 50 519 » Samstag, 18. Januar 2014, 08:35:05

Da mir das umstÀndliche Spannen im Dreibackenfutter mit harte Backen auf der eigenen Drehmaschine nervensteubend war,baute ich mir eine Drehvorichtung um alles einfacher und genauer spannen zu können.
hier sind die 3Vorrichtungsteile zu sehen
Bild
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hier zeige ich wie es aussehen soll.
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das linke Teil wird ins Dreibackenfutter gespannt,es ist mit einem Schlitz versehen um die Spannkraft des Futters ĂŒber die Vorrichtung auf die Radscheibe ĂŒbertrĂ€gt ,somit ist man auch etwas vom Futter weg.
In diesem Fall wurde ein Radsatz der BR52 GĂŒtzold eingespannt.Die mittlere Vorrichtung hat das Radsatzinnenmaß und einen Schlitz.Der Schlitz ist dazu da um den Radsatz nicht auseinderzunehmen,damit habe ich mir das ausrichten der Teillung und die RundlaufprĂŒfung erspart.
Die rechte Vorrichtung dient dazu alles zu spannen ĂŒber den Rollkörner und Reitstock der Drehmaschine.
hier wird der Spurkranz bearbeitet.

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Und hier wird der Spurkanz und Radstern aus Kunstoff innen verkleinert

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Hier sieht man was daraus geworden ist, rechts orginal links abgedreht.

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nochmals schrÀg von oben

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von oben,hier ist die Radscheibenbreite zu beachten

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hoffe euch hat der Beitrag gefallen,falls Fragen da sind nur her damit,werde sie euch beantworten.

Br50519 Norbert
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Re: Drehvorrichtung zum abdrehen der RadsÀtze

Beitragvon Schachtelbahner » Samstag, 18. Januar 2014, 12:33:36

Hallo Norbert

Das ist eine Interesante Vorrichting zu der ich Fragen habe.

Das linke Teil, nennen wir es die Glocke, mĂŒsste fĂŒr jeden Raddurchmesser gefertigt werden, genauso auch das DistanzstĂŒck Mitte und das rechte Druckteil. Da dĂŒrfte ich ja nicht flasch liegen.

Dann ist der Druck des Reitstoks auf die Spindel groß genung dass es keinen Schlupf oder Ausreiser gibt?

Mit welcher Drehzahl arbeitest Du und wie verhĂ€lt es sich mit den WeißmetallrĂ€der beim drehen. Ich habe das mal probiert und eine Scharte eingedreht, Material ist ja sehr weich, kann sein dass ich zu viel zugestellt habe.
GrĂŒĂŸe vom Schachtelbahner Kurt

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Re: Drehvorrichtung zum abdrehen der RadsÀtze

Beitragvon 50 519 » Samstag, 18. Januar 2014, 15:10:31

zur 1ten Frage:
Ja "die Glocke" muss dem Raddurchmesser angepasst werden.
Da die Radscheiben auf der LaufflĂ€che leicht konisch sind nehme ich den kleinsten Druchmesser,falls es nicht passt einfach mit Schraubenzieher den Schlitz aufdrĂŒcken.

zur 2ten Frage:
Du gibst den Spanndruck ĂŒber das Spannfutter zu Glocke weiter,es ist wie ein Spannsatz.Das mittlere Teil und das rechte dient nur zum Rundlauf und zur leichten Spannung auf der Stirn (Planlauf).Da die die Achse im Kunstoff eingefasst ist,es kann sein das durch hohe Drehzahl und Unwucht die Achse rausfliegt,wenn kein Plandruck da ist. Immer abfangen mit leichten Plandruck.
Ist zu sehen auf meinem Bild,wo das mittlere Teil fehlt.

zur 3ten Frage:
je weicher das Material umso höcher die Drehzahl und Planspanndruck durch Rollkörner,ratsam ist auch was zwischen Rollkörner und Radscheibe klemmen.z.B.Unterlegscheibe oder Drehteil um nicht punktuell zu drĂŒcken,somit hast du eine grĂ¶ĂŸere SpannflĂ€che auf der Stirn.Noch ein Tip:Schneidöl benutzen


Hoffe dir geholfen zu haben.
Kannst ja mal ein Bild einstellen von dem Drehteil und ich sage dir wie du es spannen kannst.

Norbert
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Re: Drehvorrichtung zum abdrehen der RadsÀtze

Beitragvon Schachtelbahner » Sonntag, 19. Januar 2014, 12:11:58

Hallo Norbert
Danke fĂŒr die ausfĂŒhrliche ErklĂ€rung die schon gleich die nĂ€chste Frage aufwirft.

Das DistanzstĂŒck in der Mitte mĂŒsste ich dann fĂŒr jeden Radsatz entsprechend anfertigen. Es ist ja so, dass die Hersteller sich nicht an die NEM halten und es Toleranzen von bis zu 0,5 mm in der Spurweite der RadsĂ€tze gibt was ja bei einer Drehmaschine Welten sind. Da mĂŒsste man zuerst alle RadsĂ€tze auf die gleiche Spurweite bringen.

Ist es richtig, dass Du den Spurkranz nach dem abdrehen nicht gerundet hast? Ich glaube das so erkannt zu haben.

Diese Vorrichtung kann man aber leider nicht zum abdrehen von Fleischmann RĂ€dern nehmen, die muss man von der Achse abziehen.

Die Fragen nerven wohl, möchte aber meinen Horizont zu der Technik erweitern.
GrĂŒĂŸe vom Schachtelbahner Kurt

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Re: Drehvorrichtung zum abdrehen der RadsÀtze

Beitragvon HF110c » Sonntag, 19. Januar 2014, 13:19:13

Schachtelbahner hat geschrieben:Das DistanzstĂŒck in der Mitte mĂŒsste ich dann fĂŒr jeden Radsatz entsprechend anfertigen. Es ist ja so, dass die Hersteller sich nicht an die NEM halten und es Toleranzen von bis zu 0,5 mm in der Spurweite der RadsĂ€tze gibt was ja bei einer Drehmaschine Welten sind. Da mĂŒsste man zuerst alle RadsĂ€tze auf die gleiche Spurweite bringen.


Hallo Schachtelbahner,

ich bin zwar nicht Br50519. kann aber eine deiner Fragen sehr genau beantworten, weil ich selbst mit RadsÀtzen, Normen und dem dazugehörigen Kram zu tun habe.

In der NEM ist das Radsatzinnenmaß mit 14,3mm +/- 0,1mm festgeschrieben. Wie du richtig bemerktest halten sich die Hersteller nur grob daran. Es gibt Ausreißer nach oben wie auch nach unten, wobei bei der Mehrzahl der Ausreißer das Radsatzinnenmaß kleiner als in der NEM ausfĂ€llt.
Daraus folgt:
Traue keinem Radsatz, den du nicht selbst kontrolliert hast.
Das DistanzstĂŒck betrĂ€gt in jedem Fall bei NEM und RP25/C110 RadsĂ€tzen 14,3mm, weil dieses Maß exakt im Zentrum der Norm liegt. Das Maß gilt fĂŒr die Laufkreisebene, aber nicht fĂŒr die Nabenebene. Dort können Isolierbuchsen zu MaßverfĂ€lschungen fĂŒhren.

Vielleicht hilft dir das schon ein bisschen weiter?

Lieben Gruß

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Re: Drehvorrichtung zum abdrehen der RadsÀtze

Beitragvon Schachtelbahner » Sonntag, 16. Februar 2014, 17:00:03

Hallo und danke fĂŒr den Hinweis

Auf meiner Anlage befinden sich nur Selbstbauweichen gefertigt nach NMRA Norm. Da laufen nur Achsen mit exakt 14,3 mm eingestellten RĂ€dern. Auch mussten alle SpurkrĂ€nze verkleinert werden sonst rattern die ĂŒber die NĂ€gel. Die ZusammenhĂ€nge sind mir schon klar. Ich bin aber fĂŒr jeden Tipp als Kaufmann dankbar. Ich hatte mit Metall nie etwas zu tun hebe in den letzten 20 Jahren aber sehr viel dazu gelernt, leider noch nicht genug.
GrĂŒĂŸe vom Schachtelbahner Kurt

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Re: Drehvorrichtung zum abdrehen der RadsÀtze

Beitragvon HF110c » Sonntag, 16. Februar 2014, 18:35:22

Hallo,

gehe ich recht in der Annahme, dass du auf Schienenprofilen < C83 fÀhrst? ;-)

Lieben Gruß

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Re: Drehvorrichtung zum abdrehen der RadsÀtze

Beitragvon Schachtelbahner » Sonntag, 16. Februar 2014, 19:52:05

Hallo

Ein bisschen Gemischt. C 80, 83 und 100
Das Gleis ist genagelt und da rattern die Pizzaschneider schön drĂŒber. Das meiste Rollmaterial ist Ă€lter als 1980
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Re: Drehvorrichtung zum abdrehen der RadsÀtze

Beitragvon HF110c » Sonntag, 16. Februar 2014, 20:39:31

Hallo,

ich halte von der Nagelmethode nicht allzuviel. Damit habe ich Anfang der 90er mal erste Erfahrungen sammeln können. Das war mir einerseits zu mĂŒĂŸig andererseits erschien es mir nicht solide genug. Ich stieg dann auf die Lötmethode um. Ist bei Verwendung von Einzelschwellen auch mĂŒĂŸig, aber erheblich prĂ€ziser wie auch solider. Mittlerweile baue ich sogar Weichen, die drei Radsatzmaße zulassen, ohne großes Gestolpere in den HerzstĂŒcklĂŒcken erleben zu mĂŒssen. Die toleranzarme Einhaltung von Radsatzinnenmaßen wie auch LĂŒckenweiten sind dabei die alles entscheidenden Grundbedingungen. Mit Weichen auf Basis der Lötmethode könnte man theoretisch mit aktuellen NEM-RadsĂ€tzen auf C55 Schienenprofilen herumeiern. Allerdings sind dann an den Profilinnenseiten keine Kleineisennachbildungen möglich, was mich aber bei meiner momentanen SehschĂ€rfe auf eine Entfernung > 50 cm auch nicht wirklich stört. Der optische Eindruck der niedrigeren Profile fĂ€llt auf diese Entfernung schon eher, dann aber positiv auf. Ich fahre RĂ€der in den Dimensionen NEM, RP25/C110 und RP25/C88. Schließlich kann ich meine RĂ€der selbst nur notdĂŒrftig "abdremeln". NatĂŒrlich ist das alles andere als prĂ€zise, aber bei Wagenachsen geht das schon klar. Bei Drehgestellloks geht das meist auch noch einigermaßen, aber bei Innenrahmenloks mit SpeichenrĂ€dern muss ich mir das nicht geben. Weinert oder GrĂ€ler RadsĂ€tze sind wirklich toll, aber etatmĂ€ĂŸig fĂŒr mich momentan nicht zu stemmen.

Lieben Gruß

HF110c
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