Vitrienenanlage Frankfurt(Main)Hbf

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Re: Vitrienenanlage Frankfurt(Main)Hbf

Beitragvon der Alex » Mittwoch, 08. Januar 2014, 19:48:43

Moinsen

Da es sich um eine reine Spielanlage und auch um ein DC-System handelt, habe ich die Anlage hierher verschoben.
der Alex
 

Re: Vitrienenanlage Frankfurt(Main)Hbf

Beitragvon Gerhard1950 » Montag, 13. Januar 2014, 06:03:08

moin,
die Ă€usserungen einiger forenkollegen ĂŒberrascht mich nicht, wie hat man sich ĂŒber meine flachlandbahnen lustig gemacht.

wahrscheinlich habt ihr nie gespielt, habt nie vor einer eben beschriebenen bahnhofsanlage gestanden, geschweige denn diese mittels geldeinwurf in betrieb gesetzt, wahrscheinlich habt ihr von anfang an nur detaillierte modellbahnen in 1:87 gehabt. wahrscheinlich stimmt das gar nicht was ich geschrieben habe.

warum könnt ihr nicht zugeben jetzt auch noch gelegentlich zu spielen, was ist oder wÀre so schlimm daran ? ich bin der letzte, der jemand verurteilt nur weil er mit seiner modellbahn spielt.

auch eine mittelleiterbahn ist eine vollwertige modellbahn, auch trix express ist vollwertig genauso wie mĂ€rklin oder glaubt ihr etwa, das die 2L-bahn das non-plus-ultra wĂ€re. wo beim vorbild gibt es isolierschienenverbinder um einzelne gleisabschnitte stromlos zu machen, wo beim vorbild wird der fahrstrom ĂŒber die schienen eingespeist ? die liste oder die fragen liessen sich fortsetzen. darauf verzichte ich.

leute spielt mal wieder, wie ihr das frĂŒher als kind auch gemacht habt. achso, ihr habt automatischen betrieb ? die automatik lĂ€sst sich sicher abschalten und der pc kann auch vom bahnbetrieb weggenommen werden. es geht alles, ihr mĂŒsst nur wollen.

warum schreibe ich das hier ? ich hatte lust dazu wie ich vermehrt lust habe mit meiner flachlandbahn zu spielen, fernab irgendwelcher vorschriften.

nun könnt ihr euch wieder lustig machen ĂŒber mich.................
viele GrĂŒsse aus Hamburg-Meiendorf von Gerhard,
der seit seiner Geburt behindert und seit 2006 im Rollstuhl ist, bitte kein Mitleid.
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Re: Vitrienenanlage Frankfurt(Main)Hbf

Beitragvon Atlanta » Montag, 13. Januar 2014, 07:26:45

Hallo Gerhard,

nimm es "sportlich" und norddeutsch "gelassen" auch eine Spielanlage mag ihren Reiz haben.
Wenn ich mit meinem Kumpel verschiedene Module/Segmente zusammenstelle dann kann ich meinen Fahrzeugen Auslauf gönnen, was sonst hier zu Hause nur ĂŒber ein gerades Testgleis auf dem Wohnzimmertisch geht, von daher bist du Gerhard, mir gegenĂŒber in Vorteil.

Zur Fahrstromeinspeisung und elektrischen Isolierverbindern im Gleis des Originals, da brauchst du nicht allzuweit durch die Gegend zu "wandeln", begib dich mal zum Bahnhof Berne oder Farmsen, die HOCHBAHN AG macht es dir vor.

Von Trix Expreß faszinierte mich frĂŒher immer die EMS Technik, so eine Art "VorgĂ€nger" der heutigen Digitaltechnik, wo man zwei unterschiedlicher Triebfahrzeuge auf einem gleis auch in unterschiedlichen Richtungen, unabhĂ€ngig voneinader ansteuern konnte. Konnte ich mir damals von meinem begrenzten Taschengeld zwar nie leisten :a046: , doch getrĂ€umt hatte ich davon :Idee:
Schönen Gruß,
Ingo
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Re: Vitrienenanlage Frankfurt(Main)Hbf

Beitragvon HF110c » Montag, 13. Januar 2014, 15:14:32

Hallo,

vermutich kam es mal wieder zu einer Auseinandersetzung ĂŒber die Definition des Begriffes "Modellbahn". Zu diesem Thema möchte ich mal meine Sichtweise einbringen. Die dĂŒrfte sicherlich einigen ein bisschen befremdlich vorkommen.

1. "Modellbahn" liegt im Auge des jeweiligen Betrachters und kann deshalb kein festzementierter Begriff sein.
2. "Modellbahn" ist immer ein Kompromiss aus persönlichem Anspruch und den individuellen Umsetzungsmöglichkeiten.
3. "Modellbahn" ist immer ein Spiegelbild des jeweiligen Erbauers wie auch - wenn vorhanden - Auftraggebers.

Beispiele aus dem eigenen Erleben:
Ich war mal ein Hardliner in möglichst allen Bereichen. Alles sollte erst grĂ¶ĂŸer, toller, schöner, detailreicher usw. sein. Irgendwann stieß ich bei meinem Streben nach immer höheren AnsprĂŒchen an Grenzen. Erst wurde der Platz knapp, dann die Zeit und ganz zum Schluss auch noch das Geld. Also wurde mit allerlei Tricks und Kniffen den jeweiligen Problemen versucht beizukommen. Bei diesen Problemlösungen ging ich viele Wege. Ich war fast zehn Jahre Gast beim Fremo, um dann dort einzutreten. Nach vielen Jahren kam die Einsicht, dass ich an zeitliche wie auch finanzielle Grenzen stieß und trat wieder aus. In dieser Zeit stiegen nĂ€mlich die eigenen handwerklichen FĂ€higkeiten, die wiederum eine Steigerung des eigenen Anspruchs nach sich zogen. Ab einem gewissen Punkt ĂŒberstiegen die damit verbundenen Kosten meine finanziellen Möglichkeiten. Schließlich ist eine Vereinsmitgliedschaft beileibe nicht mit dem Vereinsbeitrag erledigt. Es summieren sich Reisekosten zur Treffenteilnahme und Anspruch an immer hochwertigeres Material zu einem nicht unerheblichen Kostenberg, der jĂ€hrlich anfĂ€llt. Wenn jetzt die Finanzierungsmöglichkeiten fortfallen, steht man ziemlich begossen da, weil die AnsprĂŒche enorm sind, man aber seine Bauprojekte nicht mehr mit dem selben Aufwand umsetzen kann. Daraus folgt eine Art von Downgrading, an das man sich erst gewöhnen muss. Es dauert lange, bis man die eigenen AnsprĂŒche wieder mit seinen finanziellen Möglichkeiten in Deckung gebracht hat. Der Ausstoß fertiger Projekte reduziert sich erheblich, was sich auf die Motivation niederschlĂ€gt. Was frĂŒher innerhalb weniger Wochen fertig wurde, erfordert plötzlich einen Vierjahresplan zur Beschaffung der nötigen Mittel. Gleichzeitig verschlechtert sich das handwerkliche Können, weil einfach keine Routine mehr aufrecht zu erhalten ist. Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass man ja auch nicht jĂŒnger wird und die Augen mit zunehmendem Alter nicht besser werden. Soweit zu meinen eigenen Erfahrungen.

Jetzt mal zu den Folgerungen, die ich daraus zog:
Mittlerweile dikutiere ich nicht mehr ĂŒber AnsprĂŒche, weil ich meinem eigenen Anspruch selbst nicht mehr gerecht werden kann. Zudem ist es ziemlich anmaßend, wenn ich meine ĂŒberzogenen AnsprĂŒche anderen ĂŒberstĂŒlpen wĂŒrde. Mir muss das Gebaute anderer Menschen auch nicht gefallen. Mir reicht es, wenn sie mit ihren Werken Spaß haben. Ich erwarte im Gegenzug auch keine BeifallstĂŒrme von allen anderen fĂŒr mein Gebastel. Wenn es jemandem gefĂ€llt und ich Anregungen geben kann, ok. Wenn nicht, ist mir das mittlerweile sogar völlig schnurz. Das hat etwas mit Toleranz zu tun.

Bei diesen Schauanlagen auf den Bahnhöfen handelt es sich um "GroschengrĂ€ber". Sie stellen ein Angebot an die Allgemeinheit dar. Dieses wird angenommen, weil genug Menschen Geld dort hineinstecken. NatĂŒrlich sind die Dinger hĂ€sslich (ist meine individuelle Meinung). Ich baue anders, weil ich ganz andere AnsprĂŒche habe. Dieses "anders" kann ich auch klar definieren. Ich bin ein "Digitalo", der in erster Linie Fahrzeugumbauten macht. FĂŒr meine Modelle braucht man meist einen eigenen FĂŒhrerschein. Aus PlatzgrĂŒnden reicht es nur fĂŒr kleine und kleinste Anlagenthemen. Da zeigt sich dann der "Minimalist" in mir. Diese Kleinstanlagen sind entweder minimalistisch, abstrakt oder auch sehr detailiert ausgestaltet. Mal von den geringen Abmessungen abgesehen haben diese Anlagen aber zwei weitere Gemeinsamkeiten. Die eine ist, dass sie ihren eigenen Fuhrpark haben. Als zweites haben sie ein logistisches Konzept als Grundlage. Trotz weniger Gleise und Weichen, auf denen sich wenig rollendes Material bewegt, gibt es Aufgaben, die den Betrieb enorm spannend machen. Ich baue nur noch Rangierspiele. Das spart Platz, Zeit und Geld. Seit einiger Zeit denke ich ĂŒber weitere Wege zum abstrakten Minimalismus nach. Ich möchte die Sache mal so richtig auf die Spitze treiben. Ist auch eine Form von individuellem Anspruch. Andere wĂŒrden es auch als Wettbewerb um die primitivste Form von Modellbahn bezeichnen. Da ich zu einigen Usern dieses Forums persönlichen Kontakt habe, wissen diese ĂŒber meine subversiven Gedanken bescheid, die hier dem grĂ¶ĂŸten Teil wie ein Huftritt vor den Kopf vorkommen mĂŒssen, wĂŒrden sie davon erfahren. Bisher war das Anlagenthema nur ein Theorem. Ich baue gerne Dinge, die wegweisende/wegbereitende Utopien widerspiegeln. Oft war ich mit meinen Spinnereien der Zeit nur ein paar bis zwanzig Jahre voraus, weshalb ich oft genug von Menschen in Ecken geschoben wurde, in die ich gar nicht hineinpasse. Weder die Schieber noch die Ecken, in die sie mich hineinzuschieben versuchten, hatten ansatzweise das nötige Format. Klingt vielleicht ein bisschen arrogant, ist aus der RĂŒckschau der vergangenen vierzig Jahre heraus die einzig logisch schlĂŒssige Betrachtungsweise.
Auch ich bin hĂ€ufig auf mein verlĂ€ngertes Startset-Oval auf dem Fußboden angewiesen. Sei es als Möglichkeit zur ErgebnisĂŒberprĂŒfung nach umfangreichen Programmierorgien oder zum Laufenlassen meiner Triebfahrzeuge, um StandschĂ€den vorzubeugen. Ich hasse es nĂ€mlich abgrundtief, wenn ich verharzte Getriebe wieder gĂ€ngig machen muss. Bei einem nicht gerade kleinen Triebfahrzeugpark ist sowas eine ausgesprochen zeitintensive Angelegenheit, die man zugunsten angenehmerer AktivitĂ€ten lieber ausschließt.

Lieben Gruß

HF110c
Zuletzt geÀndert von HF110c am Montag, 13. Januar 2014, 21:00:27, insgesamt 1-mal geÀndert.
Ich muss wohl kaputt sein. Nie funktioniere ich so, wie andere mich gerne hÀtten.
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Re: Vitrienenanlage Frankfurt(Main)Hbf

Beitragvon der Alex » Montag, 13. Januar 2014, 16:04:25

Hallo HF110C,

tolle Worte und eine noch besser Einstellung zur Sache :bigOK: . DarĂŒber sollten viele mal nachdenken, ich tue es auch immer wieder. ;-)

Übrigens gilt das nicht nur fĂŒr die Moba
der Alex
 

Re: Vitrienenanlage Frankfurt(Main)Hbf

Beitragvon Stefan7 » Montag, 13. Januar 2014, 19:52:28

Hallo Gemeinschaft,

und hallo Gerhard..........

Ich kann dir ganz offiziell bestÀtigen, dass ich Eisenbahn spiele.
Ich betreibe das Hobby nach meinem Gusto und bin nur mir selber Rechenschaft schuldig.
Allerdings muß ich gestehen, dass der andere Teil meines Hobbys, ein Forum fĂŒr mich nicht unerheblich ist.
Ohne Forum wĂŒrde ich mit meiner Moba vereinsamen.
Du lieber Gerhard, hast sicher ein dickes Fell und kannst mehr ertragen, als sich jeder von uns vorstellen kann.
Ich habe dich als Ă€usserst hilfsbereiten und umgĂ€nglichen Forenkollegen kennen gelernt und du kannst dir sicher sein, dass ich mich nicht ĂŒber dich lustig mache.
Ich bin der Meinung, dass du zu uns gehörst wie jeder Andere auch, denn jeder hier macht so gut es seine FÀhigkeiten zulassen.
Vielleicht schaffen wir es auch in diesem Forum hier, mit Hilfe der vielbeschworenen Tolleranz noch ein StĂŒck zusammen zu rĂŒcken und du hier auch einen Niesche findest.

Viele GrĂŒĂŸe

Stefan7
Hier kann man mich finden, Link anklicken, vorbei schauen und ggf. Spuren hinterlassen...............

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Re: Vitrienenanlage Frankfurt(Main)Hbf

Beitragvon Schachtelbahner » Samstag, 18. Januar 2014, 13:41:14

In NĂŒrnberg HBF stand auch mal eine.
GrĂŒĂŸe vom Schachtelbahner Kurt

Der mit dem Begraser lebt
Nicht vom Leben trÀumen sondern TrÀume Erleben.
23 Videos auf meinem Kanal https://www.youtube.com/channel/UC_BKRQ ... -m0nghcywA
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Re: Vitrienenanlage Frankfurt(Main)Hbf

Beitragvon Atlanta » Sonntag, 19. Januar 2014, 01:36:36

IndyCity hat geschrieben:Ingo,

stand nicht so eine Anlage auch im unterirdischen Durchgang vom Altonaer Bahnhof ?

Ich mein ja.


Hallo Jörg,

Richtig, das ist doch die B-ebene des Altonaer Bahnhofs, ich meine sogar die stand zum Ausgang zur Museumsstraße, die Modellbahnkiste "Altona" betreute sogar die Anlage, des Weiteren gab es am Jungfernstiegbahnhof sogar einen Schaukasten mit US-Loks vom US-ModellbahngeschĂ€ft bei den GrindelhochhĂ€usern in der Grindelallee.
Schönen Gruß,
Ingo
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