LĂ€nderbahn

LĂ€nderbahnen - Imperial Railways von 1835 bis 1928

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Re: LĂ€nderbahn

Beitragvon Grossbahn » Samstag, 13. Februar 2016, 10:38:10

... ja Oliver hat das noch mal gut zusammengefasst - bei ESU macht man nichts verkehrt - das ist ein Rundes Paket.

Auch die Anschaffung eines Lokprogrammers ist auf keinen Fall eine Fehlinvestition, die 150 € zahlen sich mit der Zeit aus, wenn man mehrere Loks nach seinen eigenen WĂŒnschen modifizieren will - zumindest habe ich vor, den mir demnĂ€chst zuzulegen, zusammen mit dem Decodertestboard, um die Decoder noch vor dem Einbau fit zu machen.

Man sollte sich auch vor Anschaffung der Digitalkomponenten im Klaren sein, welche "Schiene" man fahren will. Ich habe mich hier bei meinem H0 Projekt auf die Lenz-Roco/Fleischmann-ESU-Schiene festgelegt, die Teile dieser Hersteller sind untereinander kompatibel.
Also Decoder von ESU, Handregler und Zentrale habe ich von Lenz und Fleischmann/Roco - da passt alles untereinander zusammen.
Zum fahren nehme ich die Multimaus und zum Programmieren den LH90 von Lenz. Bei meiner kleinen geplanten H0 Anlage reicht die Fleischmann/Roco Zentrale, fĂŒr meine Spur Null Anlage habe ich die etwas krĂ€ftigere Lenzzentrale. Wenn man jetzt schnell ein Digitalkomplettset benötigt, die von Fleischmann/Roco bekommt man neu bei ebay sogar schon fĂŒr ca. 50 bis 70 €. Bei der Multimaus aber auf die neueste Softwareversion achten - aktuell ist gerade Version 1.04.

Ich habe gerade spaßeshalber mal bei Zimo reingeschaut und bin fast rĂŒckwĂ€rts umgefallen, die wollen fĂŒr ihr preiswertes Einsteigerpaket ĂŒber 1600 € haben - schnell wieder zugemacht. :rollEyes:

FĂŒr meine Preussenanlage schaue ich vor Anschaffung einer Lok erst mal in den Soundsammlungen der Decoderhersteller nach - P9 und P16 sind da vorhanden. Ärgerlich wĂ€re es wenn man ne schicke Lok ergattert hat und findet nicht den passenden Originalsound dazu.

So ist zumindest meine Vorgehensweise - ich schaffe mir keine Lok an, die ich nicht ohne Probleme digitalisieren kann - man muss sich ja nicht unnĂŒtzt mehr Arbeit und Probleme machen - das Hobby soll ja Spaß machen und nicht zum Groschen- und Nervengrab werden.

Gehen tut natĂŒrlich alles - aber Aufwand und Ergebnis sollten doch in einer gewissen Relation zueinander stehen.
Gruß von der OstseekĂŒste

Frank

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Re: LĂ€nderbahn

Beitragvon Grossbahn » Sonntag, 14. Februar 2016, 10:05:19

Heute mal ein paar Gedanken zu meiner LĂ€nderbahnplanung.

Die Bahnverwaltung ist bereits festgelegt - Preußische Eisenbahn - letzter Zeitabschnitt "Die Ära Breitenbach 1906–1918" wo sie als P.St.B. („Preußische Staatsbahn“) bezeichnet wurde. Oft wird auch die Bezeichnung K.P.E.V. (Königlich Preußische Eisenbahn-Verwaltung) verwendet.

Zitat:
"Der Begriff Königlich Preußische Eisenbahn-Verwaltung (kurz KPEV, K.P.E.V.) oder Königlich Preußische Staatseisenbahnverwaltung bezeichnet die Gesamtheit der staatlichen Eisenbahnverwaltungsbehörden in Preußen. Die weitgehend selbstĂ€ndigen Eisenbahndirektionen Preußens unterstanden direkt dem Ministerium fĂŒr öffentliche Arbeiten.
Eine Behörde Königlich Preußische Eisenbahn-Verwaltung mit diesem Namen hat es indes nie gegeben, doch wurde der Begriff unter Eisenbahnfans ab etwa 1970 sehr verbreitet und als einst existierend angesehen. Die Bezeichnung wird oft fĂ€lschlicherweise fĂŒr die Preußischen Staatseisenbahnen verwendet."

Viele Überbleibsel aus der Preußenzeit kann man bei mir hier im Norden immer noch sehen.

Direkt vor meiner HaustĂŒr war aber die G.M.F.F.E. (Großherzoglich Mecklenburgische-Friedrich-Franz-Eisenbahn) beheimatet, wozu auch die DHE (Doberan-Heiligendammer-Eisenbahn) bekannt als "Molli", gehörte.

Welches Funktionsthema kann ich darstellen?
Ich habe ja nur 4,6 x 0.4 Meter und zu diesem Teil winklig stehend eine weitere FlĂ€che von 1,5 x 0,3 Meter zur VerfĂŒgung. Das entsprĂ€che beim Vorbild einem Ausschnitt von ca. 800 Metern.

Eine durch idyllische Landschaften schnaufende Bimmelbahn nachbauen, fÀllt da schon mal weg.

Da bleibt nur mein Lieblingsthema - Industrie und rangieren.
Also Nebenbahn mit FabrikanschlĂŒssen. Damit es interessanter wird, werden auch die in den Fabriken arbeitenden hin- und her-gefahren.

Meine Idee - ein kleiner Bahnhof mit den ĂŒblichen örtlichen GĂŒterbehandlungsanlagen, ein Werkanschluss der "Preußenchemie AG", ein weiterer Anschluss zu einer kleineren Chemiefabrik, der mit Umsetzmöglichkeit wie auf einem kleinen Bahnhof gestaltet und somit auch fĂŒr die Personenbeförderung geeignet ist, und einen weiteren Bereich, wo die Möglichkeit des Umladens auf Binnenschiffe besteht - eine HĂ€lfte fĂŒr den Kohleumschlag und der ĂŒbrige Teil fĂŒr StĂŒckgĂŒter - man kann das auch ganz simpel als Binnenhafen bezeichnen.

GanzzĂŒge mit 178 Wagen und Doppeltraktion wird es nicht geben - statt dessen Tenderloks mit 3 - 5 GĂŒter- bzw. Personenwagen. :zwnk:

Hier mal ein Entwurf, oben rechts die Preußenchemie AG, die auf einem kleinen Hochplateau liegt, welches ca. 2 cm höher als der ĂŒbrige Teil liegt und mit StĂŒtzmauern eingefasst ist. Dadurch wird dieser Teil etwas aus der ĂŒbrigen, sehr kleinen FlĂ€che, herausgehoben, was das dicht gedrĂ€ngte etwas auflockert.
Zum Kohlehafen fahren die Loks um Kohle zu fassen - auch die Loks, der nicht weit von dieser Nebenbahn befindlichen Hauptbahn, kommen hier her um ihre Tender zu fĂŒllen - das wĂ€re dann die plausible ErklĂ€rung, warum hier auch grĂ¶ĂŸere Loks anzutreffen sind, die eigentlich nichts auf der Nebenbahn zu suchen haben. :zwnk:
Der Rest ist selbsterklÀrend.

Bild

Wie gesagt - ein Entwurf, den ich nach spÀteren Betrachten bestimmt noch mehrere male umÀndern werde.
Zuletzt geÀndert von Grossbahn am Sonntag, 14. Februar 2016, 14:28:58, insgesamt 1-mal geÀndert.
Gruß von der OstseekĂŒste

Frank

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Re: LĂ€nderbahn

Beitragvon Atlanta » Sonntag, 14. Februar 2016, 10:46:28

Moin Frank,

der Plan sieht in meinen Augen sehr kompakt aber auch gut durchdacht aus, den zur VerfĂŒgung stehenden Platz optimal zu nutzen. :mx7:

Die K.P.St.E. welche erst seit einer Industriemesse um das Jahr 1900 so fĂ€lschlicherweise als K.P.E.V. bezeichnet wurden, taten auch selber nichts dagegen, sich um eine Richtigstellung zu bemĂŒhen, man hatte wichtigeres zu tun.

Dies veranschaulicht eine Anekdote aus der Kaiserzeit unter Kaiser Wilhelm I.
In Ostpreußen entsprang in der Rominter Heide ein kleiner Fluß Namens Pissa der bei Insterburg in die Rominte mĂŒndet. Die Bevölkerung des Ortes gumbinnen und deren Landgemeinden die Anlieger an der Pissa waren machten eine Eingabe zum Kaiser, den Fluß umzubenennen. Kaiser Wilhelm I machte einen Vorschlag zur NamensĂ€nderung, der dann doch nicht umgesetzt wurde und fragte seine Untertanen ob sie mit dem Namen Urinoco (Man beachte die Schreibweise mit U am Anfang, war so vom Kaiser beabsichtigt, eine Namensdoppelung mit dem Fluß Orinoco sollte es ja nicht geben.) besser leben könnten, als mit Pissa? :lwgsmiley:

In den einzelnen Kolonialgebieten, traten die Staatsbahnen als eigenstĂ€ndige Unternehmungen auf, nicht alle waren auch unter dem Sammelbegriff der D.K.E.V. = Deutsche Koloniale Eisenbahn Verwaltung vereinigt. Die Bahngesellschaften, die es waren, wurden aber Bahn fĂŒr Bahn immer noch als eigenstĂ€ndig angesehen und man redete ihnen nicht in die BetriebsfĂŒhrung rein, sie unterstanden aber hoheitich der Regierung oder der Kolonialverwaltung, der einzelnen Kolonien.

Der Preußische Gedanke zur Schaffung einer einheitlichen deutschen Staatseisenbahn war im Bestreben schon vorhanden und wurde, wo es möglich war auch verwirklicht. Im Reichsgebiet war es ungleich schwieriger, dieses umzusetzen, in den Kolonien um so einfacher, weil dort weniger Bahngesellschaften existierten, die mit Staatsauftrag fuhren.

Privatbahnen wurden aber zu jeder Zeit von der preußischen Regierung geachtet und respektiert, investierten ja Privatleute ihr Vermögen in diese Unternehmen und der Staat brauchte den privaten Bahnverkehr nicht zu subventionieren.

:kaiserwilhelm:
Schönen Gruß,
Ingo
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Re: LĂ€nderbahn

Beitragvon Grossbahn » Sonntag, 14. Februar 2016, 12:01:40

... das interessante sind dann die "Spitzkehrenfahrten". Um GĂŒter von der "Preußenchemie AG" zur Chemiefabrik am Bahnhof 2 zu transportieren ist eine Spitzkehrenfahrt zum Bahnhof 1 notwendig. Wenn spĂ€ter mal an der "Möglichen Erweiterung" auch noch ein Bahnhof angeschlossen ist, dann mĂŒssen PersonenzĂŒge auch eine Spitzkehrenfahrt durchfĂŒhren. Um von der Erweiterung zum Bahnsteiggleis von Bahnhof 1 zu kommen muss erst durch Bahnhof 1 nach Bahnhof 2 durchgefahren werden, von dort dann zurĂŒck nach Bahnhof 1.

So muss einiges an Fahrstrecke zurĂŒckgelegt werden.
Gruß von der OstseekĂŒste

Frank

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Re: LĂ€nderbahn

Beitragvon Atlanta » Sonntag, 14. Februar 2016, 13:26:18

Moin Frank,

wenn du im Ladestraßengleis von Bf. 1 eine Weiche einbaust, wo dann ein Gleis bis vor beide LagerhĂ€user, eingelassen im Kopfsteinpflaster mit Rillenschienen baust, dann sĂ€he das auch noch realistisch aus.
Schönen Gruß,
Ingo
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Re: LĂ€nderbahn

Beitragvon Grossbahn » Sonntag, 14. Februar 2016, 13:41:11

... fĂŒr ne Weiche mit Gegenbogen ist da kein Platz - da wĂŒrde man zu dicht an das Gleis kommen was in den Industriebereich rechts oben fĂŒhrt.
Zwischen StĂŒtzmauer der Streckenrampe und den LagerhĂ€usern sind nur ca. 6 cm - fĂŒr ne Straße zwar ausreichend aber da noch ein Gleis drin laufen lassen?

Man könnte in das Gleis der Ladestraße einen kleinen "Schlenker" machen und einfach bis vor die LagerhĂ€user weiterfĂŒhren.

Aber dass wĂ€re dann alles zu gequetscht - wahrscheinlich lass ich sogar die beiden LagerhĂ€user direkt neben der Ladestraße weg - dann ist da eben nur die Straße, die dann im Hintergrund verschwindet oder die StraßenwendeflĂ€che.

Als LagerhÀuser waren HalbreliefgebÀude mit einer max. Bautiefe von ca. 5 - 6 cm angedacht.
Gruß von der OstseekĂŒste

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Re: LĂ€nderbahn

Beitragvon Atlanta » Sonntag, 14. Februar 2016, 15:06:30

Moin Frank,

auf der Vogelsbergbahn (Koblenz) - Gießen - MĂŒcke - Alsfeld - Lauterbach - Fulda, ist kurz vor der Bahnhofseinfahrt in Fuda ein ehemaliges Lagerhaus der US Armee mit davor befindlicher Ladestraße in der Gleise eingelassen sind, damit Waggons direkt an der Rampe entladen werden können. Die Prellböcke des rampengleises in der Straße und dem prallelem Ladestraßengleises stehen unmittelbar an der StĂŒtzmauer.
Das Gleis der Vogelsbergbahn kommt in einer Steigungsstrecke zum Bahhof hinauf.
Eine fast identische Situation, wie auf deinem Plan, vom Chemiewerk zu Bahnhof 1.
Von daher, mein Vorschlag mit dem Rampengleis bis zur StĂŒtzmauer.

Du könnstest aber das Arrangement so belassen wie es ist, jedoch das erste der beiden LagerhĂ€user die Fassade direkt am Hintergrund anbringen und den Prellbock an der Laderampe der versetzt stehenden LagerhĂ€user enden lassen, so hĂ€ttest du auch noch eine Kopframpe. Beide Lagerhausrampen sind ĂŒber die Kopframpe miteinander verbunden. du brĂ€uchtest keinen Gleisschwenker machen und wĂŒrdest eines der HalbreliefgebĂ€ude erhalten können, das erste von beiden nur mit er Fassade darstellen, vieleicht sogar etwas die Szenerie auflockern, indem du die LagerhĂ€user beide etwas schrĂ€g anordnest aber versetzt, nur so 1 cm bis 2 cm verschwenkst? :mx13:
Schönen Gruß,
Ingo
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Re: LĂ€nderbahn

Beitragvon Grossbahn » Sonntag, 14. Februar 2016, 16:58:23

... Gleise, die im Straßenpflaster laufen, finde ich sehr interessant - da lasse ich mir was einfallen.
Gruß von der OstseekĂŒste

Frank

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Re: LĂ€nderbahn

Beitragvon AltmĂ€rkischer » Dienstag, 16. Februar 2016, 10:33:13

Hallo Frank

Ich finde es klasse das Du Dich so weit in der Eisenbahngeschichte zurĂŒck traust.
Erst recht, da es fĂŒr meine Begriffe aus der Zeit wenig Text und Bildmaterial gibt.
Ich gehe bei meinen Vorhaben maximal in die Zeit zwischen 1958 und 1963
zurĂŒck. Da sieht es mit Schrift- und Bildmaterial doch wesentlich entspannter aus.

Beim Fahrweg wÀrst Du, wenn Du es korrekt nimmst, komplett auf Selbstbau
angewiesen. Bevölkerung aus der Zeit ist auch nicht unbedingt ĂŒppig vorhanden.
Bei GebÀuden und Fortbewegungsmitteln sieht die Sache schon etwas entspannter
aus.

Auch wenn ich nicht der "große" Planer vor dem Herrn bin, der von Dir vorgestellte
Plan wirkt auf mich etwas "ĂŒber motiviert". Links in der Station GedrĂ€nge mit fĂŒr
mich wenig nachvollziehbaren Gleisverbindungen, dann folgt ein kurzes StĂŒck
"gÀhnende Leere" und rechts ums Eck noch mal ein paar Gleise die auch die GWW
bedeuten könnten (wĂŒrde fĂŒr mich auch Sinn machen). In der Station 1 fehlen aus
meiner Sicht ein, zwei Gleise zur Aufstellung von Wagons.
Aaaaber, .......Du hast es ja bereits angemerkt, dass der Plan noch die eine oder
andere Entwicklungsstufe durchlaufen wird :hppy2:

Spannend finde ich jedenfalls die Höherlegung der Chemischen Werke deren Be-
dienung per SĂ€gefahrt sowie das Thema Hafenbahn.

Ich habe meine grauen Zellen ein wenig in Wallung gebracht und Dir zwei Entschei-
dungshilfen herausgesucht.

Hafenbahn

Fahrrad-Schmiede Frickelmann

Ab Seite 33 gehts los. Die Bedienung erfolgt per SĂ€gefahrt und es sind die von mir
angesprochenen "Aufstellgleise" vorhanden. Wenn die rechts liegende Einfahrweiche
in die Spitzkehrte durch eine Linksweiche ersetzt wird, gehts mit dem Ausziehgleis
auch gleich in L-Form ums Eck.

Ich hoffe, Dir damit ein paar Anregungen zur Planung geben zu können.


Gruß,
Martin
AltmÀrkischer
 

Re: LĂ€nderbahn

Beitragvon Grossbahn » Dienstag, 16. Februar 2016, 20:52:12

Hallo Martin,

danke fĂŒr diese Infos.

Ich nehme Tillig Elite, das soll dem preußischen Oberbau entsprechen. Wenn jetzt irgendwo ein Kleineisen nicht 100% so aussieht wie 1910, dann bringt mich das nicht gleich um meinen Schlaf. :zwnk:

Ein bisschen Literatur habe ich - FachbĂŒcher von 1909 und 1918 - also LĂ€nderbahn pur.

Ich hatte einfach die Reichsbahnfarben satt und die politische Trennung der Bahn - daher jetzt eine Zeit, wo die Welt noch heil war.

Dann fiel mir ein LĂ€nderbahnzugset mit einer T9 in die Hand - da war es um mich geschehen. Heute habe ich noch ein Zugset mit einer T16 und GĂŒterzug bei ebay ergattert, LĂ€nderbahnmaterial ist zur Zeit sehr preiswert zu haben.

Nietkopfdurchmesser messe ich nicht nach - zĂ€hlen auch nicht - ich bin keiner, der sich sklavisch an irgendwelche Vorbildvorgaben hĂ€lt - ich möchte nur eine passende Umgebung fĂŒr mein Rollmaterial - nach dem Motto: "So hĂ€tte es gewesen sein können".

ich meine, eine Anlage aus der LÀnderbahnzeit lebt mehr vom weglassen und dem "Weniger" - was die Zeit ja selbst vorgibt - es gab damals vieles noch nicht, was andere in spÀteren Epochen versuchen auf ihrer Anlage nachzubilden.

Aufstellgleise? Hm - das ist ne Nebenbahn mit ein paar FabrikanschlĂŒssen - da wird auf dem Bahnsteiggleis zusammengestellt und weggefahren - danach kann erst der Personenzug kommen. Es ist kein Platz fĂŒr umfangreiche GĂŒterlogistik.

In meinen BĂŒchern aus der LĂ€nderbahnzeit sind auch viele Beispiele fĂŒr GĂŒterbehandlungsanlagen - es war meistens sehr einfach gestaltet - die Großstadtbahnhöfe sahen natĂŒrlich schon Ă€hnlich der heutigen Situation aus - das will und kann ich aber nicht nachgestalten.

Wie gesagt - der Gleisplan ist ein Entwurf - oft kommen mir beim Bauen die Ideen und ich Ă€ndere dann beim Arbeiten meine Planung - so ein Plan stellt fĂŒr mich nur eine grobe Richtung dar - meist arbeite ich "Pie mal Daumen und nach Augenmaß".

Jetzt schaue ich mir mal Deine Links an.
Gruß von der OstseekĂŒste

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