Betriebsabl├Ąufen in Epoche I

L├Ąnderbahnen - Imperial Railways von 1835 bis 1928

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Betriebsabl├Ąufen in Epoche I

Beitragvon Atlanta » Sonntag, 15. Juli 2018, 00:12:14

Moin Kollegen,

Beim Studium verschiedener Unterlagen, wie der EBO - Eisenbahnbau- und Betriebsordnung und der SO - Signalordnung, kann man nicht alle relevanten Belange herauslesen, die zum Betrieb eines Bahnhofs in der ersten Eisenbahnepoche notwendig sind.

Obwohl, es sich noch um die Zeit der unterschiedlichen L├Ąnderbahnverwaltungen handelt, sind aber deren gesetzlichen Vorschriften seit 1875 vereinheitlicht und untereinander angeglichen.

Ein Reichsgericht befand in den 1870er Jahren bereits, da├č vom Eisenbahnverkehr eine Gefahr f├╝r Laib und Leben ausgehen k├Ânnte, so da├č man davor, durch entsprechende Schutzma├čnahmen gegen k├Ârperlichen Schaden bewahrt werden sollte.

Der Bahnsteigsperre kam somit eine besondere Bedeutung zu:
Das Publikum und nicht unterwiesene Betriebsangeh├Ârige d├╝rften die Bahnsteige erst betreten, wenn der Bahnverkehr eingestellt und sichergestellt wurde, da├č Unbefugte Personen somit keinen Zutritt zu Bahnanlagen erhalten konnten, wenn noch Bahnverkehr stattfindet.

Erst wenn Schienenfahrzeuge so abgesichert sind, da├č diese nicht wegrollen oder sich in Gang setzen konnten, d├╝rfte an die Fahrzeuge herangetreten und diese betreten werden.
Auf Bahnsteigen hatte ein gen├╝gend gro├čer Abstand zur Bahnsteigkante vorhanden zu sein, um Ungl├╝cke zu vermeiden und ausschlie├čen zu k├Ânnen.

Die Bahnsteigsperre sollte verhindern, da├č nicht Jedermann an die Gleisanlagen herantreten und sich oder andere Personen gef├Ąhrden konnte.

Bahnh├Âfe mu├čten folglich so gestaltet werden, da├č Sperrgitter and Z├Ąune errichtet wurden, die ein einfaches Betreten unterbanden.

An den jeweiligen Bahnsteigenden waren Signale aufzustellen, die dem Betriebspersonal anzeigten, da├č f├╝r den jeweiligen Abschnitt der Bahnverkehr auch eingestellt also in Ruheposition versetzt werden konnte.
Ein oder mehrfl├╝glige, ungekoppelte Signale mit mehreren Signalbegriffen mu├čten verwendet werden:

Fl├╝gelsignale mit einem Fl├╝gel:
Hp0, Hp1 und HpRu (Fl├╝gel zeigt nach unten)

Fl├╝gelsignale mit 2 Fl├╝geln:
Hp0, Hp1, Hp2 und HpRu (oberster Fl├╝gel zegt nach unten)
Wird eingesetzt wenn nur eine Weiche auf abzweigendem Ast ab dem Signal ├╝berfahren wird.

Fl├╝gelsignale mit 3 Fl├╝geln:
Hp0, Hp1, Hp2, Hp3 und HpRu (oberster Fl├╝gel zeigt nach unten)
Wird eingesetzt wenn zwei oder mehr Weichen auf abzweigendem Ast ab dem Signal ├╝berfahren werden.

HpRu - jeglicher Bahnverkehr ruht. Keine Zug- oder Rangierbewegungen im Ruhebereich.

Die Bahnhofsglocke signalisiert dem Publikum, wann der Bahnsteig betreten werden darf oder wieder ger├Ąumt werden mu├č.

Dieses gilt f├╝r Haupt- und Nebenbahnen gleicherma├čen und wurde erst in Epoche II ab 1935/37 abge├Ąndert aber auch noch teilweise beibehalten.

Aus diesen Gesichtspunkten heraus, mu├č man sich bei der Bahnhofsplanung auf der eigenen Modellbahn, mehr Gedanken zum Bahnhof machen, will man vorbildlichen Betrieb stattfinden lassen.
Sch├Ânen Gru├č,
Ingo
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